Sonne, Speed und sturmfreies Wetter
Am 30. Mai machte die Austrian Pumptrack Series Station im Dirt-Park Marchtrenk – und schon vor dem ersten Start war klar: Irgendetwas war anders. Kein Sturm, kein Gewitter, keine dramatisch dunklen Wolken am Horizont. Stattdessen: Sonnenschein, gute Laune und beste Track Bedingungen. Für Marchtrenk fast schon verdächtig. Wer die Rennen der vergangenen Jahre kannte, schaute vermutlich öfter in den Himmel als auf die Startliste – aber heuer blieb der Wettergott entspannt und ließ die Racer(innen) in Ruhe pumpen, drücken, springen und fliegen.
Knapp über 80 motivierte Racer(innen) aus ganz Österreich und dem umliegenden Ausland gingen in den verschiedenen Kategorien an den Start. Die Stimmung war von Anfang an ausgezeichnet: Ehrgeizig auf der Strecke, freundlich daneben und mit genau jener Portion Spaß, die ein Pumptrack-Rennen ausmacht.
Der Dirt Park Marchtrenk zählt zu den wenigen Pumptracks in Österreich, die nicht asphaltiert, sondern als echter Dirt Pumptrack naturbelassen sind. Das macht die Sache nicht nur technisch spannend, sondern gibt dem Rennen auch seinen ganz eigenen Charakter. Während auf Asphalt oft alles glatt und berechenbar läuft, lebt der Dirt Park Marchtrenk von Erde, Grip, Feingefühl und einer Prise Staub im Gesicht.
Umso wichtiger war die Vorbereitung der Strecke – und die war am Renntag wirklich top. Der Track präsentierte sich bestens präpariert, sauber geshaped und in einem Zustand, der schnelle Läufe ebenso zuließ wie sichere Trainingsrunden. Die Wellen liefen rund, die Anlieger hielten, und auch die Sprünge sorgten zwischen Training und Rennen für reichlich Action und breite Grinser.
Auf dem Track wurde ordentlich Gas gegeben. Jede Kurve, jede Welle und jeder kleine Fehler entschied über die Platzierungen. Gleichzeitig blieb die Atmosphäre locker und familiär. Zwischen Training und Rennläufen wurde nicht nur analysiert, gefeilt und taktiert, sondern auch gesprungen, gejumpt und man hatte einfach gemeinsam Spaß gehabt. Schließlich ist so ein Pumptrack nicht nur Rennstrecke, sondern auch Treffpunkt für alle, die zwei Räder und ein breites Grinsen mitbringen. Besonders erfreulich:
Trotz vollem Einsatz blieb der Renntag weitgehend unfallfrei. Ein paar Stürze gehören beim Racen leider fast zur Grundausstattung, aber grobe Verletzungen blieben zum Glück aus. So konnte der Tag genau so enden, wie man ihn sich wünscht: Mit müden Beinen, staubigen Bikes, vielen lachenden Gesichtern und Geschichten, die spätestens beim nächsten Rennen wieder erzählt werden.
Auch für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt. Niemand musste hungrig anfeuern, und auch abseits der Strecke war genug los. Unter den gut gelaunten Gästen war, wie gewohnt, auch Bürgermeister Paul Mahr, der sich das Spektakel nicht entgehen ließ und bestens zur freundlichen Stimmung vor Ort passte.
Am Ende bleibt ein Renntag, der alles hatte, was die Pumptrack-Community liebt: Schnelle Läufe, motivierte Racer(innen), faire Duelle, viel Spaß, volle Verpflegung und einen naturbelassenen Pumptrack, der bestens vorbereitet war. Aus Teamsicht gab es ebenfalls Grund zur Freude:
Teamrider SEBASTIAN POSCH zeigte eine starke Leistung und konnte sich den fünften Platz sichern. Wie immer war er dabei bestens ausgestattet – mit NAKED Brille am Start und Fox BOA Schuhen auf den Pedalen. Stil, Grip und Fokus, alles vorhanden! Fürs Podium hat es diesmal knapp nicht gereicht, aber Platz 5 in einem so starken Teilnehmerfeld kann sich absolut sehen lassen.
Marchtrenk 2026 wird also nicht nur als spannendes Rennen in Erinnerung bleiben, sondern auch als jener legendäre Tag, an dem beim APS Marchtrenk tatsächlich einmal die Sonne gewonnen hat.
Fotos: © GRAVITY-ROOKIES
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